Museum zum Genozid an Armenier wird in Buenos Aires eröffnet

Foto-Museo-Genocidio-1Am 7. März genehmigte die Legislative der Stadt Buenos Aires die Abtretung eines Grundstücks für den Bau eines Museums zum Genozid an den Armeniern und der armenischen Präsenz in Argentinien.

Der Stadtrat stimmte mit 54 zu 2 Stimmen für die Genehmigung, die der armenischen Gedächtnisstiftung zum Armenier-Genozid („Fundacion Memoria del Genocidio Armenio“) ermöglichen wird, ein „Museum der armenischen Erinnerung, Geschichte und Kultur“ zu errichten.

Das Projekt der armenischen Gedächtnisstiftung sieht den Bau eines 1600qm großen Museums vor, aufgeteilt in 3 Ober- und 3 Untergeschosse. Das Gebäude soll dabei modern gestaltet sein, doch auch einige repräsentative Elemente der armenischen Architektur aufweisen.

Das Grundstück befindet sich an der Ecke Gurruchaga und Jufré, sehr nah am Herzen der armenischen Gemeinde im Vorort von Palermo.

Die Stadt gewährte der Stiftung eine Nutzung des Gebäudes für einen Zeitraum von 30 Jahren mit der Möglichkeit der Erneuerung.

Die Resolution der Stadt zielt darauf ab, die Schaffung eines Museums zu fördern, das den Beitrag der Armenier zum sozialen Aufbau Argentiniens aufrechterhält. So wird auch ein Archiv der Geschichte der armenischen Präsenz in Argentinien geschaffen.

Auch eine Bibliothek und ein Archiv zum Genozid an den Armeniern soll geschaffen werden.

Argentinien war eines der ersten Länder, das den Völkermord an den Armeniern anerkannte. Im September 1987 bezeichnete der argentinische Präsident Raúl Alfonsín das von Türken verübte Massaker an 1,5 Millionen Armeniern zwischen 1915 und 1923 an als Völkermord.

Zwei Jahrzehnte später, im Jahr 2007, erklärte Argentinien den 24. April zum „Tag des Handelns für Toleranz und Respekt unter den Völkern“ in Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern.

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