Islamistische Terrorgruppe brennt armenische Kirche in Syrien nieder

Maskierte Al-Kaida-Kämpfer mit einem jungen Mitglied der Rebellengruppierung "Islamischer Staat im Irak und der Levante" (ISIS) (Foto: dpa)

Maskierte Al-Kaida-Kämpfer mit einem jungen Mitglied der Rebellengruppierung „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ (ISIS) (Foto: dpa)

Islamistische Terroristen haben nach Angaben von Aktivisten in dem syrischen Grenzort Tell Abjad eine armenische Kirche niedergebrannt. Die maskierten Männer, die in der Nacht zum Montag die armenische Heilig-Kreuz-Kirche zerstört hätten, gehörten der mit Al-Kaida verbundenen Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) an, berichteten Aktivisten in dem Dorf.

Das Gotteshaus stammt aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Tell Abjad liegt in der Provinz Al-Rakka im Nordosten Syriens an der Grenze zur Türkei. In der Provinz hatten islamistische Terroristen in den vergangenen Monaten mehrere Kirchen angezündet.

Bewohner des christlichen Dorfes Sadad berichteten unterdessen, militante Islamisten hätten sich aus der Ortschaft zurückgezogen. In der Umgebung des Dorfes in der Provinz Homs seien aber am Montag noch Gefechte zwischen Gegnern des Assad-Regimes und Regierungstruppen zu hören gewesen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London.

Bei der staatlichen Nachrichtenagentur Sana hieß es, syrische Einheiten seien erfolgreich gegen «terroristische Gruppen» vorgegangen. Militante Islamisten hatten vor einer Woche eine Offensive auf Sadad begonnen. Unter ihnen waren auch Einheiten mit Verbindung zum Terrornetzwerk Al-Kaida.

(Greenpeace Magazin / dpa)
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