Existenz der Armenier in Syrien in Gefahr – Armenien muss handeln

Vartan Oskanian, armenischer Politiker und ehemaliger Außenminister der Republik Armenien

JEREWAN. – Armeniens ehemaliger Außenminister Vartan Oskanian sieht eine Gefahr für die weitere Existenz der armenischen Bevölkerung in Syrien.

„60.000 Armenier leben in Syrien, 45.000 von ihnen in Aleppo. Die Gemeinde in Aleppo war die erste armenische Gemeinde die nach dem Genozid entstanden ist“ schreibt Oskanian auf seiner Facebook-Seite.

„Als Armenier aus Aleppo, stehe ich in engem Kontakt mit meinen Freunden und Verwandten. Gestern habe ich erfahren, dass bislang nicht ein einziger offizieller Vertreter der armenischen Regierung in den letzten acht Monaten Syrien besucht hat“ berichtet Oskanian und fügt hinzu, dass die syrischen Armenier nicht das Gefühl haben von ihrem Mutterland unterstützt zu werden.

Oskanian rief Jerewan dazu auf, etwas zu unternehmen, um den Armeniern in Syrien zu helfen. Der Politiker ist der Ansicht, dass ein Repräsentant der armenischen Regierung Aleppo besuchen muss, um lokale armenische Organisationen zu festigen und ein Programm zum weiteren Vorgehen zu erarbeiten.

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10 Gedanken zu “Existenz der Armenier in Syrien in Gefahr – Armenien muss handeln

  1. Ob Armenier,Kurden.druzen,christen,,alleviten usw.
    das ganze volk ist in gefahr wenn der diktator nicht so schnell wie möglich gestoppt wird!
    der westen muß endlic eingreifen und nicht tatenlos zusehen. sonst wird alles noch viel viel schlimmer !für armenier und alle anderen!
    freiheit fürs syrische volk
    freiheit für alle unterdrückten völker!

  2. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten an der Diskussion. Danke, die Redaktion

  3. @Roni Kurd: Gerade unter Assad, den Sie als Diktator bezeichnen sind die Armenier und andere christliche Minderheiten bislang sicher und frei gewesen!! Das wird ihnen jeder Christ in Syrien bestätigen… das was nach Assad kommt, nämlich radikale Islamisten, stellt die Gefahr für die Christen in Syrien dar nicht Assad! Glaube Sie haben da etwas missverstanden… Hier zwei Artikel die ich ihnen dringend empfehle zu lesen:

    Ein Sturz des Assad Regimes würde eine Gefährdung der Armenier in Syrien bedeuten

    Welt Online: Das Grauen von Hula und seine Zeugen

  4. @robert…  in Aserbaidschan treffen des Selbstbestimmungsrechts der Völker und die territoriale Integrität aufeinander. Aserbaidschan pocht jedoch nur auf seine territoriale Integrität und ignoriert dabei das Selbstbestimmungsrecht der Völker völlig… und informieren Sie sich mal was dieses „aserbaidschanische“ Gebiet historisch gesehen ist.. es ist ein historisch armenisches Gebiet welches Josef Stalin 1921 willkürlich Aserbaidschan schenkte obwohl 94% der damaligen Bevölkerung Armenier waren.

  5. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen sachlichen Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Das mehrfache Senden des gleichen Beitrags wird als Spam aufgefasst und gelöscht. Danke, die Redaktion

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  7. @Luca
    “Selbstbestimmungsrecht”?In Karabach wurde eine armenische Mehrheit in Karabach durch die Deportation von 1Million Aserbaidschanern erreicht. Die Deportation von1,5Millionen Armeniern aus der Osttürkei nennen Armenier Völkermord, um mal die Dimension des in Karabach geschehenen zu verdeutlichen

    Bitte belegen Sie Tatsachenbehauptungen laut Netiquette mit entsprechenden Quellen. Danke, die Redaktion

  8. Sehr aufschlussreich, dass von dem armenischen Staat treu schreibenden Kommentatoren keine Quellen verlangt werden, aber bei Kritikern Armeniens schon.

    Ihnen empfehle ich z.B. von Martin Malek „Determinanten der Sicherheitspolitik Armeniens“, Zitat daraus „Nach verschiedenen Angaben wurden 800.000 bis 1 Mio. Menschen von den Armeniern vertrieben oder flüchteten;“

    Empfehlenswert ist auch „Der Berg-Karabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan“ von Johannes Rau. „Der Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts ausgebrochene Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach gipfelte in der Zerstörung der aserbaidschanischen Stadt Chodschali. Das Massaker an der Zivilbevölkerung forderte Hunderte Menschenleben. Armenien besetzte 20% Staatsterritoriums Aserbaidschans. Als Folge wurden Hunderttausende Menschen aus ihrer Heimat vertrieben.“

  9. @ Wencke
    Also das ist schon ziemlich dreist was Sie hier von sich geben! Sie picken sich das raus was ihnen gerade passt und basteln es sich so zu Recht wie Sie wollen, wobei Sie willkürlich Zahlen und Fakten miteinander vermischen… wirklich unfassbar! Also erstens scheinen Sie schwerwiegende Probleme mit Begrifflichkeiten zu haben. Von „Deportation“ seitens der Armenier zu sprechen grenzt an Verleumdung und ist eine Frechheit. Sehr amüsant dabei ist vor allem (was gleichzeitig nicht gerade ein Kompliment für ihre Auffassungsgabe ist), dass sogar die von ihnen genannten Quellen, im Gegensatz zu Ihnen, den richtigen Ausdruck „Flüchtlinge/Vertriebene“ verwenden.. Der Völkermord an den Armeniern, den Sie erwähnen, war in der Tat eine Deportation (und zwar aus dem ganzen Osmanischen Reich, auch das scheinen Sie nicht zu wissen), auch so überall nachzulesen. Bei dem Karabach-Konflikt (bzw auch „Krieg“ genannt, denn das war es) handelt es sich wie gesagt um „Flüchtlinge/Vertriebene“… das ist eine enormer Unterschied zu „Deportierten“ (wie im Fall der Armenier)!

    Und um Sie mal weiter zu berichtigen… 400.000 Armenier mussten im Laufe des Krieges aus Aserbaidschan fliehen und ca. 30.000 aus Karabach (also etwa 430.000). Bei den Aserbaidschanern beläuft sich die Zahl auf bis zu 800.000 Flüchtlinge. Und das besetzte aserbaidschanische Staatsterritoriums, das Sie (Türken und Aserbaidschaner) fälschlicherweise gerne mit 20% angeben, beträgt in Wirklichkeit 13% inkl. Karabach und 9% wenn man Karabach nicht dazu rechnet (Quellen: Thomas de Waal – „Black Garden“; CIA Factbook – Profile of Azerbaijan)

    Und mal ganz nebenbei… das alles was Sie hier als angebliche „Beweise“ zitieren und mit dem Sie leider erfolglos versuchen die seit ewigen Zeiten „armenische Mehrheit in Karabach“ anzugreifen bezieht sich, ganz klar an ihrer Argumentation zu sehen, auf die Zeit während und nach dem Karabach-Konflikt (d.h. erst ab 1988). Die Zahlen die Sie jedoch anfechten zu versuchen stammen schon von einer Zeit VOR dem Konflikt! (Bevölkerungsanteil in Karabach 1923: 94% Armenier; Quelle arte-Beitrag „Mit offenen Karten-Armenien“ / 1979: 76% Armenier, Quelle: Brockhaus Band 3, Seite 121) … dies bedeutet folglich, dass ihre Argumentation, eine Mehrheit der Armenier in Karabach ist nur auf Grund von „Deportation von Aserbaidschanern“ (also im Zeitraum ab 1988) entstanden, ist nachweislich falsch und völlig absurd!! Denn nachweislich gab es eine Mehrheit der Armenier schon Jahrzehnte vorher.

    Also wenn ich das so lese was Sie hier von sich geben, was wirklich wie gesagt ziemlich dreist und unglaublich ist, ist der Hinweis der Redaktion mit den „unsachlichen“ und „unkonstruktiven“ Beitragen Ihrerseits durchaus nachvollziehbar!

  10. @ Sabiha… TOP!! Besser hätte man es nicht formulieren können. Ich schließe mich da voll und ganz an.. Mir scheint es eh, das der User Wencke einfach nur Unruhe stiften möchte …

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